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Teresa Orlowski

Aufstieg
Wenn einer Darstellerin der Ehrentitel “Grand Old Lady des Deutschen Pornofilms” zusteht, kommen mir 2 Namen in den Sinn, die unvergessliche Ursula Karnat (auch Uschi Karnat, Sandra Nova) und eben Teresa Orlowski (ursprünglich Orlowska).
Teresa, am 29. Juli 1953 in Breslau, Polen geboren,  somit unterdessen bereits  57 Jahre alt, kam 1979, 26 jährig in die damalige BRD um als Bedienung in Discotheken ihr Glück zu versuchen.  1981 lernte sie den 1944 geborenen Pornoproduzenten Hans Moser (Künstlername Sascha Alexander) kennen und stand schon bald für ihn vor der Foto- und Videokamera. 1982 heirateten die beiden. Moser band somit seinen Star an sich und die Produktionsfirma. Schon bald galt der Name VTO, Video Teresa Orlowski (Verlag Teresa Orlowski) als Synonym und Gütesiegel für den pornographischen Film überhaupt.
Teresa war eine richtige Liebesgöttin, mit ihren unvergleichlichen Naturtitten, dem breiten Becken den fraulichen Schenkeln, ein richtiger Männertraum. Die ursprünglich streng katholisch erzogene Teresa, die als Mädchen davon träumte Nonne zu werden, war zudem natur- und schwanzgeil und stand dazu. Neben normalen Penetrationen liebte Teresa auch Oralverkehr, schluckte Sperma und nahm auch die dicksten Schwänze anal. Doppeldecker, lesbische Kontakte, alles kein Problem für Teresa.
Vor allem aber mochte Teresa grosse Schwänze, hier ein Originalzitat von Ihr aus dem Jahr 1998: „Ich weiss, was die Männer sehen wollen, und ich werde sie nicht enttäuschen. Ein Film für Frauen ist langweilig bis zum Gehtnichtmehr. Als Frau hätte ich nichts davon. Ich sage, ich möchte irgendwann einen Schwanz haben. Der Mann sieht, dass ich grosse Brüste habe, warum darf ich nicht wissen, was er in der Hose hat. Frauen sagen, ach, ich stehe auf breite Schultern. Was habe ich von den Schultern?“
Auf dem Höhepunkt war Teresa sogar Gast in Samstagabend-Shows und konnte dort für Ihre Filme werben.

Niedergang
Teresas unaufhaltsamer Aufstieg zur Deutschen Porno-Queen schlechthin wurde vom Publikum wie ein Märchen aus 1001 Nacht wahrgenommen. Jung (doch schon über 30) schön und erfolgreich. Sex ohne Ende, Geld ohne Ende, doch hinter den Kulissen sah es anders aus: Geschäftlich lief es leider nicht so toll wie es von aussen aussah. Sowohl Teresa als auch ihr Mann Hans Moser liebten den Luxus, schnelle Autos und verbrauchten privat sehr viel Geld. Beide waren der Meinung dass Teresa, wenn sie auf ihrem Arsch sass, gleichzeitig auf einer unerschöpflichen Geldquelle hockte.
Die beiden wurden vom Grössenwahn gepackt und errichteten 1988 in Hamburg ausgedehnte Studios zur Produktion pornographischer Filme, wenn nicht Klein-Hollywood, so doch Klein-Babelsberg. Das konnte nicht gut gehen, bereits 1 Jahr später waren die beiden pleite. Das überlebte auch die Ehe nicht, die beiden liessen sich scheiden (zu teilen gab’s ja eh nix mehr). Beide blieben aber der Branche treu.
Moser wandte sich jüngeren Frauen zu, zuerst Sarah Young, konnte aber den Erfolg, der ihm Teresa beschert hatte, nicht annähernd wiederholen.
Teresa setzte ganz auf das (private) Satelliten-TV und versuchte Porno-Nachtkanäle, die mittels Chipkarte und Decoder zu empfangen waren zu etablieren. Andere Projekte folgten. Doch auch Teresa gelang es nicht geschäftlich an die Erfolge der 80er anzuknüpfen. Immerhin konnte sie sich einige Zeit durchwursteln, doch im Jahre 2005 kam erneut das Aus: Ihre letzte Firma New Age Communications war Konkurs.
Orlowski, unterdessen 57, lebt heute in Marbella, Spanien. Sie hofft, dass dort ein Haftbefehl von einem Deutschen Gericht nicht vollstreckt werden kann. Sie ist zur Verhaftung ausgeschrieben, weil sie nicht vor Gericht erschienen ist um einen sogenannten Offenbarungseid wegen ungedeckten Forderungen zu leisten.
Da das spanische Recht auf dem römischen Recht aufbaut, wie das Schweizer Recht auch und das römische Recht so Unsinn wie „eidesstattliche Versicherung“ , etc. nicht kennt, gehen wir davon aus, dass Teresa in Sicherheit ist, solange sie kein Land mit keltischer Rechtstradition (u.a. England Deutschland, USA), betritt.

2010, Tommy von Münchhausen.